Die Gesamtheit des Klanges
Achieving a uniform tone

Ende der 1980er Jahre gehörte der Luzerner Daniele Marques mit wenigen anderen Architekten zu den Protagonisten der ersten Stunde der Deutschschweizer Architektur. Dazu beigetragen hat seine ausgesprochene Leidenschaft für Architektur und die Suche nach einer Kontinuität der Moderne jenseits postmoderner Impulse. Die jüngsten Projekte von Daniele Marques zeigen den Willen zu einer Gesamtheit des Klanges, einer aus leichter Hand zusammengefassten Geste, die den »Geist des Ortes«, die Funktionen des Gebäudes und die konstruktiven Bedingungen kraftvoll und ökonomisch bündelt. So etwa beim Schulhaus Hinter Gärten in Riehen, wo der Baukörper wie selbstverständlich in das Gelände eingebettet ist und die offenen und geschlossenen Räume sich auflösen in einen wundersam vibrierenden Farbklang, der malerische Metapher sein mag für die Welt der Kinder, ihre offenen, empfänglichen anregenden Sinne. Das jüngste und größte Projekt in der bereits längeren Laufbahn des Architekten ist die Sportarena auf der Luzerner Allmend.


In the late 1980s, the Lucerne architect Daniele Marques was among the few protagonists of the earliest period of German-Swiss architecture. His exceptional passion for architecture and search for continuity in a Modernism that went beyond Post-Modern impulses have contributed to that status. The earliest projects by Daniele Marques have the will to achieve a uniform tone, a skilfully united gesture that powerfully and economically distils the »spirit of the location«, the functions of the building and its constructive conditions. For instance in Münsterlingen, a unit rises over a simple, long quadrilateral ground plan, with a long movement that reflects the incline of the topography. Or the building is naturally embedded into the landscape. Open and closed spaces dissolve into a wonderfully vibrating colour tone, as they do in Riehen.

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