Text: Enja Jans
Wie schafft es ein junger japanischer Holzbildhauer, als Träger des Ernst Barlach Preises 2005 vorgestellt zu werden? Diese Frage stellte sich damals Jürgen Doppelstein vom Wedeler Ernst Barlach Museum. Für Cornelius Pleser, den Münchner Galeristen des Preisträgers Hideki Iinuma (*1975 in Nagano) war das eher eine logische Schlussfolgerung. Seine Leidenschaft gilt seit Langem dem Grenzgänger zwischen individueller Ausdrucksform und modischer Pose, dem es gelingt, durch die Kombination von traditioneller Technik und virtuoser Oberflächenbehandlung seinen Figuren einen tiefen Zauber zu verleihen. Iinuma setzt der Suche der Gesellschaft nach makelloser Schönheit eine verblüffend lebendige Individualität entgegen. Seine Figuren variieren in der Höhe von 30 cm bis 4 Metern und sind jeweils ganz aus einem Holzstück gearbeitet, hergestellt nach der uralten japanischen „ichiboku-zukuri-Methode“, in der das Werk aus einem Block Holz hervortritt und dann sehr sorgfältig behandelt wird, sodass die Arbeitsspuren und die Maserung des Holzes unter der Bemalung sichtbar bleiben ... Der ständige, intensiv erlebte Wechsel Iinumas zwischen Europa und Japan lässt die spannungsvolle Mischung von westlicher und östlicher Tradition immer wieder neu entstehen und entlockt jeder Figur jenen unverwechselbaren Charme ...
Wie schafft es ein junger japanischer Holzbildhauer, als Träger des Ernst Barlach Preises 2005 vorgestellt zu werden? Diese Frage stellte sich damals Jürgen Doppelstein vom Wedeler Ernst Barlach Museum. Für Cornelius Pleser, den Münchner Galeristen des Preisträgers Hideki Iinuma (*1975 in Nagano) war das eher eine logische Schlussfolgerung. Seine Leidenschaft gilt seit Langem dem Grenzgänger zwischen individueller Ausdrucksform und modischer Pose, dem es gelingt, durch die Kombination von traditioneller Technik und virtuoser Oberflächenbehandlung seinen Figuren einen tiefen Zauber zu verleihen. Iinuma setzt der Suche der Gesellschaft nach makelloser Schönheit eine verblüffend lebendige Individualität entgegen. Seine Figuren variieren in der Höhe von 30 cm bis 4 Metern und sind jeweils ganz aus einem Holzstück gearbeitet, hergestellt nach der uralten japanischen „ichiboku-zukuri-Methode“, in der das Werk aus einem Block Holz hervortritt und dann sehr sorgfältig behandelt wird, sodass die Arbeitsspuren und die Maserung des Holzes unter der Bemalung sichtbar bleiben ... Der ständige, intensiv erlebte Wechsel Iinumas zwischen Europa und Japan lässt die spannungsvolle Mischung von westlicher und östlicher Tradition immer wieder neu entstehen und entlockt jeder Figur jenen unverwechselbaren Charme ...
The Japanese sculptor Hideki Iinuma (*1975 in Nagano) never fails to amaze us with his balancing act between individual expression and stylish pose. In doing so, a special magic arises from his combination of traditional technique and virtuosic surface treatment.All of his figures are produced using the ancient „ichibokuzukuri“ method, in which the work comes forth out of a single block of wood and then further undergoes an extremely careful treatment, retaining traces of the work process and the grain of the wood beneath the paint. This is why the sculptures seem so extraordinarily alive. Hideki Iinuma’s constant travel between Europe and Japan keeps his exciting mixture of western and eastern traditions in a permanent state of renewal, coaxing from each of his figures an unmistakable, exotic charm...
© JAM Publications 2007
© JAM Publications 2007
